10.07.2014 von Alexander Mayer-Steudte

Die Wand

Wer mit dem Kopf durch die Wand will, sollte vorher genau nachschauen, wer der Stärkere ist – oder der Klügere.

Dabei ist es doch eigentlich ganz klar. Eine Emnid-Untersuchung für die BHW Bausparkasse ergibt: „Wohnen in den eigenen vier Wänden macht glücklich“. Es gibt also andere Lösungen wie „Kopf gegen Wand“.

Außenwand massiv gemauert

Bei einer massiven, gemauerten Außenwand wird das sonst ziemlich unangenehm. Auch eine massive Innenwand lässt den Kopf einige Härte spüren, kann dabei jedoch schon mal ein bisschen in’s Wanken geraten. Bei einer Wand aus Gipskartonplatten wäre in diesem Fall die Hauptleidtragende die Wand. Sie könnte ein ordentliches Loch davon abbekommen.

Es ist nicht gerade einfach, von außen zu beurteilen, was für eine Wand denn vor uns steht. Versehen mit einem Putz, einer Spachtelung, Tapeten, Farbe oder anderen Wandbelägen entzieht sich Ihr inneres Wesen unseren Blicken. So wie ein Specht an einem Baum klopft um herauszubekommen, ob denn darin vielleicht ein Hohlraum verborgen ist, kann der fachlich etwas versierte Betrachter auch mal anklopfen und genau hinhören. Das hilft schon bei der Unterscheidung, ob es eine massive Wand ist, oder eine Hohlwand. Die massive gemauerte Wand aus Mauersteinen wird beim Klopfen mit den Fingern kaum einen Ton von sich geben. Je leichter und auch je hohler eine Wand ist, umso eher schaffen wir es, durch unser Klopfen auch eine Antwort zu erhalten.

Nähern wir uns daher der Vielfalt unterschiedlicher Außenwände und Innenwände einmal von der Seite der Baumaterialien und der Anforderungen, die wir an diese Wände stellen.

Außenwand

Ziegelstein Wand Rohbau

Die Außenwand ist eines der wichtigsten Bauteile des Hauses: sie trägt die Decken und das Dach und sie schützt die Bewohner vor Hitze und Kälte, Wind und Regen - und vor den neugierigen Blicken der Nachbarn. Außerdem ist sie entscheidend für die Gestalt des Hauses und damit der Außenwirkung, die der Hausbesitzer erzielen kann. Wen wundert es da, dass es viele unterschiedliche Systeme und Möglichkeiten gibt für die Konstruktion einer Außenwand. Damit die verschiedenen Aufgaben zuverlässig und über lange Jahre erfüllt werden, braucht es dennoch erprobte Materialien die sicher verarbeitet werden können – und der Markt ist voll davon: Ziegel, Blähton, Porenbeton, Kalksandstein, Beton und Betonfertigteile aber auch Holzständer und Massivholzplatten werden hierfür eingesetzt. Diese Liste lässt eine Ahnung von der vorhandenen Vielfalt entstehen.

Innenwand

Innenwände Rohbau

Die Innenwand ist dagegen ein Bauteil, auf das wir locker verzichten könnten. Bei Deckenspannweiten bis zu 5 m kommen wir ohne eine Unterstützung durch eine Innenwand aus. Auch längere Spannweiten sind mit einer deutlichen Vergrößerung der Querschnitte von Holzbalken oder der Dicke von Betondecken in den Griff zu bekommen. Dazu kommt noch: dort wo Innenwände stehen, gibt es keinen Durchblick und Tageslicht wird zurückgehalten. Wozu sollten wir dann in unseren Häusern noch Innenwände aufstellen?

Neben den Materialien für die Außenwände wie Ziegel oder Kalksandstein, ist hier die Vielfalt an Möglichkeiten noch deutlich größer: Gipsdielen, Trockenbauständerwände mit Gipskarton, Holzwände massiv oder als Leichtbaukonstruktion lassen beinahe jeden Wunsch als realisierbar erscheinen.

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