10.03.2015 von Thomas Knopp - TK Baupartner

Warmblüter im Mittelpunkt der Planung

Strahlungswärme und thermische Balance für ein gesundes Wohnklima

Wer kennt es nicht, dieses angenehme Gefühl der wohligen Wärme, wenn der eine oder andere, energievolle Sonnenstrahl unseren Körper von Kopf bis Fuß durchströmt - besonders in einer Zeit, wenn die Sonnenstunden spärlich sind? Da fühlt man sich so richtig wohl - besser gesagt pudelwohl, oder nicht? Noch besser fühlen wir uns, wenn die Luft dabei angenehm trocken und kühl ist, um überschüssige Feuchtigkeit und Wärme nach außen hin abzugeben.

Strahlungswärme ist allgegenwärtig

Im Winter, wenn die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen, kann man sich durchaus in der Sonne bei wohltuender Infrarot-Strahlungswärme sogar in leichter Bekleidung problemlos für längere Zeit aufhalten. Vielleicht erscheint bereits ein spezielles Bild vor Ihrem geistigen Auge. Möglicherweise haben Sie einen entspannten und relaxten Saunagang hinter sich, wo Sie die heilkräftige Infrarot-Tiefenwärme so richtig in sich aufnehmen konnten?
Strahlungswärme ist allgegenwärtig und der Grundstein für das Leben auf dieser Erde.
Warum richten wir also unsere Planung auf 20°C Raumlufttemperatur und konvektiver Wärme aus?

Thermische Balance - Raum in Harmonie

Setzen wir den Warmblüter in den Mittelpunkt der Planung. Sorgen wir nicht nur für mehr Wohlbefinden, Behaglichkeit und ein gesundes Wohnklima, sondern schaffen wir zugleich auch thermische Balance, indem wir den Raum in Harmonie auf die darin lebenden Menschen ausrichten. Doch das ist noch lange nicht alles! Das „Tüpfelchen auf dem i“ durch die Verschmelzung der dadurch entstehenden Synergien sind die extrem niedrigen Energiekosten zur Schaffung eines außerordentlichen Wohlfühlklimas in den jeweiligen Räumlichkeiten.

„Die Haut ist der Spiegel unserer Seele!“

Wir kennen alle das Sprichwort: „Die Haut ist der Spiegel unserer Seele!“
So ist auch bei einem Gebäude. Energieeinsparmaßnahmen werden nicht an den Grundfesten erzielt, sondern durch gleichmäßige Oberflächentemperierung im Gebäudeinneren. 
Hierbei ist das Wärmeverteilsystem, wie dieses in sich funktioniert, in welcher Lage es angebracht wird und somit die Vorlauftemperatur vorgibt, einer der wichtigsten Parts, zur Schaffung eines Wohlfühlklima. Flächentemperier-Systeme mit parallelem Wasserdurchfluss verbrauchen nicht nur weniger Energie, sondern vermeiden zu 100 % Schimmelbildung und schaffen somit ein optimales Wohlfühlklima.

 

In einem optimalen Raumklima schöpft der Mensch neue Lebensenergie, ausschlaggebend sind 3 Komponenten

Durch ein optimales Raumklima kann sich der Mensch erholen und neue Lebensenergie schöpfen. Diese Erkenntnisse im Zusammenspiel von innovativen Heiz- und Kühllösungen erzeugen eine thermische Balance. Als thermische Balance bezeichnet man einen Zustand, in dem der Mensch keinen Temperaturunterschied zwischen sich und seinen Umgebungsflächen feststellt.
Ausschlaggebend für mehr Wohlbefinden sind 3 Komponenten: Lufttemperatur, Oberflächentemperatur sowie die Luftfeuchte. Im richtigen Verhältnis erzeugen diese Komponenten ein wohlig angenehmes Gefühl.
Für eine geringere Lufttemperatur ist eine höhere Oberflächentemperatur notwendig. Ist dieses Kriterium erfüllt, so wirkt sich dies positiv auf die Luftfeuchtigkeit und somit auch auf das körperliche Empfinden aus. Bei einer Konvektions- oder Luftheizung werden beispielsweise Raumlufttemperaturen von 22°C und Wandoberflächentemperaturen von 16°C benötigt, um gewisse Wohlfühlkriterien zu erfüllen. Wandtemperaturen von nur 22°C erfordern hingegen nur Raumlufttemperaturen von 16 °C. Diese äußerst günstige Konstellation kann nur die Strahlungswärme bieten.

Die richtige Oberflächenbeschichtung

Ein weiterer sehr wichtiger Faktor zur Schaffung der thermischen Balance ist die richtige Oberflächenbeschichtung. Bestimmte Putze tragen auf ökologische Art und Weise dazu bei das Wohlbefinden der Bewohner dauerhaft zu steigern. Diese nachhaltigen Prozesse wirken sich somit nicht nur auf den Mensch positiv aus, sondern zeigen enorme Vorteile der Bausubstanz und der damit verbundenen Energieeffizienz auf. Ökologische Mineralputze steigern die Feuchtigkeitsverwaltung an der Wandoberfläche, wodurch die Feuchte besser abgelüftet werden kann. Dieser Effekt wird zum Teil durch die natürlichen Bindemittel, der molekularen Oberflächenstruktur und der Temperaturerhöhung an der Wandoberfläche erzeugt. Der Wohlfühlfaktor nimmt durch den verbesserten Wärmestrahlungsaustausch zwischen den Wänden zu. 
Egal in welcher Räumlichkeit wir uns gerade befinden – was doch zählt ist, dass wir uns in den vier Wänden, die uns gerade umgeben, stets wie zuhause fühlen. Und das ist auch die Quintessenz. Um das zu erzielen werden bei uns fortwährend Synergieeffekte geschaffen, indem bestimmte Produkte im Alt- oder Neubau miteinander kombiniert werden, um das für Sie beste und qualitativ hochwertigste Ergebnis zu erzielen. 

„So macht das Bauen doch richtig Spaß!“

Thomas Knopp ist Geschäftsführer des TK Baupartner Ingenieurbüro für Energie- und Gebäudetechnik.

Die Aufbereitung des Textes erfolgte durch Bianca Rammer / Linz (A).

« Marmor, Stein und Eisen bricht, aber...

Einen Kommentar schreiben